„Was kostet uns das?” ist die erste Frage jedes Fuhrparkleiters. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an — vor allem auf den Netzanschluss. Dieser Beitrag zeigt die Kostenblöcke des Depotladens und wie sich die Rechnung mit PV, Speicher und Förderung dreht.

Was ist Depotladen?

Depotladen bedeutet: Die Lkw laden auf dem eigenen Betriebshof, meist über Nacht, wenn sie ohnehin stehen. Für Flotten mit festen Touren und täglicher Rückkehr ist das der wirtschaftlichste Weg — planbar, ohne Umwege zu öffentlichen Ladeparks. Es ist mit Abstand der häufigste Anwendungsfall im Lkw-Ladebetrieb.

Die Kostenblöcke im Überblick

Ein Depot-Ladeprojekt setzt sich typischerweise aus diesen Positionen zusammen:

  • Ladepunkte (DC-Depotlader): je nach Leistung von 50 bis 360 kW.
  • Netzanschluss & Übergabestation: Anschluss ans Mittelspannungsnetz, Trafostation.
  • Tiefbau & Elektroinstallation: Fundamente, Kabelwege, Verteilung.
  • Photovoltaik (optional): Erzeugung auf Dach- und Parkflächen.
  • Batteriespeicher & Lastmanagement (optional): Lastspitzen kappen.
  • Planung, Förderung, Inbetriebnahme.

Warum der Netzanschluss dominiert

Viele unterschätzen, dass nicht die Ladesäule der teuerste Posten ist, sondern der Weg dorthin: Reicht die vorhandene Anschlussleistung nicht, ist ein neuer oder verstärkter Netzanschluss nötig — inklusive Übergabestation. Das kann schnell den größten Einzelposten bilden. Warum das so ist und wie der Ablauf funktioniert, erklären wir im Beitrag Netzanschluss für Ladeparks. Die passende Lösung dafür — die Trafo-Übergabestation — kommt bei uns aus derselben Hand.

PV und Speicher senken die laufenden Kosten

Eigener Solarstrom vom Hallendach macht die Flotte unabhängiger von Strompreisen. In Kombination mit einem Batteriespeicher lassen sich zudem Lastspitzen abfangen, die sonst die Netzentgelte in die Höhe treiben. So verbessert sich die Wirtschaftlichkeit über die gesamte Laufzeit — nicht nur bei der Anschaffung. Mehr dazu bietet unser Partner Solar Energie Partner für die PV-Seite.

Beispielrechnung

Ein anschauliches Muster: eine Spedition mit vier E-Lkw, zwei DC-Ladepunkten à 150 kW, Netzanschluss samt Übergabestation, einer 200-kWp-PV-Anlage und einem 200-kWh-Speicher. Die Projektsumme liegt in solchen Fällen im mittleren sechsstelligen Bereich — die genaue Höhe hängt vom Netzanschluss ab.

Förderung gegengerechnet

Auf die installierte Ladeleistung gibt es 500 €/kW. Bei 300 kW sind das 150.000 €, die die Investition direkt reduzieren. Was für Ihren Hof möglich ist, überschlägt der Förderrechner; die Details zur Förderung stehen im Beitrag Was der Bund zahlt.

Fazit

Depotladen ist kein Selbstläufer, aber gut kalkulierbar. Wer den Netzanschluss früh klärt und PV, Speicher und Förderung mitdenkt, bekommt eine Infrastruktur, die sich über die Laufzeit rechnet. Den belastbaren Preis liefert eine kostenlose Standortanalyse.